Branchennews #13 – August 2017

Auch im August informiert RESORTI Sie wieder über moderne Stadtentwicklungen und hält Sie in den Bereichen Entsorgungstechnik und Recycling auf dem neuesten Stand. In dieser Ausgabe lesen Sie von trügerischen Recyclingquoten, dem Radgesetz für Berlin und autofreien Städten. Erfahren Sie außerdem, was die DUH an der Umsetzung der Rücknahmepflicht von Elektroschrott kritisiert.

Ein Jahr Rücknahmepflicht für Elektrogeräte: DUH sieht Mängel

Seit dem 24. Juli 2016 sind Händler dazu verpflichtet, Elektroschrott kostenlos zurückzunehmen. Nach etwas mehr als einem Jahr zieht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Bilanz: Es gibt Mängel bei der Umsetzung der Rücknahmepflicht. Bei etwa der Hälfte der getesteten Händler fehlten Hinweisschilder auf die Rücknahme beziehungsweise eine ausreichende Schulung der Mitarbeiter. Auch im Onlinehandel läuft die Entsorgung von Elektroschrott noch nicht reibungslos – hier kritisiert die DUH, dass es keine Sammelstellen zur Organisation des Versands von alten Elektrogeräten gibt.

Mehr zur Bilanz der Rücknahmepflicht für Elektrogeräte:

Die Recyclinglüge

Hohe Recyclingquoten suggerieren dem Verbraucher, dass die Weiterverarbeitung einer bestimmten Abfallart besonders umweltfreundlich ist. Recycling ist im Sinne der Umwelt durchaus zu unterstützen – jedoch halten die Quoten nicht immer, was sie versprechen. Denn die Recyclingquote umfasst alle Abfälle, die in die Verwertungsanlage kommen und nicht alle, die am Ende auch wirklich recycelt werden. Das Verwertungssystem ist somit input-orientiert.

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Neues Radgesetz in Berlin

Als erstes Bundesland bekommt Berlin nun ein Fahrradgesetz. An der Planung sind Politiker, Stadtplaner und Umweltschützer beteiligt. Ziel ist es, die Fahrradsituation in der Stadt zu verbessern und Radfahrern damit mehr Sicherheit zu bieten. Dazu zählen ausreichend sichere Radwege, ein Ausbau der Abstellplätze sowie die Umgestaltung gefährlicher Kreuzungen. Das Radgesetz hat die Initiative Volksentscheid Fahrrad auf den Weg gebracht. Konkrete Ziele sind der Bau von 100 Kilometern Radschnellwegen sowie 100.000 zusätzliche Abstellplätze für Fahrräder.

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Urlaub mit dem Fahrrad-Wohnwagen

Im Sommer zieht es wieder viele Deutsche in den Campingurlaub. Mit Wohnmobil oder Wohnwagen ausgestattet, steht entspannten Ferien nichts mehr im Wege. Doch wie wäre es eigentlich, wenn man das mobile Zuhause mit dem Fahrrad transportieren kann? Das ermöglichen sogenannte Fahrrad-Wohnwagen. Die Minihäuser auf Rädern werden einfach hinter das Fahrrad gespannt und verfügen über alles, was man zum Übernachten braucht.

Mehr zum Wohnwagen fürs Fahrrad:

Alternative Mobilitätsmodelle für Städte

Wäre in Deutschland eine autofreie Zukunft denkbar? Mit dieser Frage beschäftigt sich Stefan Rammler in seiner Streitschrift „Volk ohne Wagen“. Modelle für Städte ohne Autos gibt es bereits viele und immer wieder kommen diese auf alternative Mobilitätsmodelle zurück – Fahrräder, öffentlicher Nahverkehr oder Elektromobilität. Stefan Rammler betont im Interview mit Deutschlandfunk Kultur, dass Fahrzeuge wesentlich intelligenter genutzt werden können als das aktuell der Fall ist.

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Flanieren für eine offene Stadtkultur

Die Stadt ist ein Raum, der sich schnell bewegt und stetig verändert. Dabei nehmen die Bewohner ihr Umfeld häufig gar nicht bewusst wahr. Langsame Fortbewegung sorgt für Entschleunigung und dafür, die Stadt anders wahrzunehmen. Bei einem Spaziergang erkennt man erst die Schönheit des urbanen Raums. Tina Saum hat gemeinsam mit einer Freundin das Projekt „flaniere – Labor für Gedanken und Gänge“ ins Leben gerufen und plädiert damit für das Flanieren im Sinne einer offenen Stadtkultur.

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„Fearless City Konferenz“ in Barcelona will Städten politisch mehr Gehör verschaffen

Am 9. Und 10. Juni fand in Barcelona die „Fearless City Konferenz” statt. Dort trafen sich Vertreter aus aller Welt, um über die internationale Rolle und Macht von Städten zu sprechen. Ziel der Konferenz ist, Städten politisch mehr Gehör zu verschaffen. So wollen die Vertreter ein internationales Netzwerk schaffen und gemeinsam Politik betreiben. Es gibt einige aktuelle Beispiele, in denen sich Städte gegen ihre Regierung stellen: In den USA gegen Trump, in Groß Britannien gegen den Brexit und in Osteuropa gegen das Aufnahmeverbot von Flüchtlingen.

Mehr zur „Fearless City Konferenz“: 

Müllabsaugung auf New Yorks Roosevelt Island

Auf Roosevelt Island in New York gibt es einen Müllstaubsauger. Ja, Sie haben richtig gehört – einen Staubsauger für Müll. Die Bewohner werfen den Müllsack hinein und nach einer Weile wird er einfach abgesaugt. Durch eine Rutsche gelangt der Abfall in einem unterirdischen Tunnelsystem und gelangt von da aus in eine zentrale Sammelstelle. Das innovative System nennt sich „Automated Vacuum Assisted Compacting system“ – also wenn man so will ein staubsaugende Mülleimer.

Mehr zum staubsaugenden Mülleimer:

Smombies verboten – Strafen für Smartphone-Zombies

Wer die Augen auf der Straße nicht von seinem Smartphone lassen kann, wird umgangssprachlich als „Smombie“ bezeichnet. Hinter dem so lustig klingenden Begriff stecken erntshafte Gefahren: Immer wieder sind Smartphone-Zombies Opfer und Verursacher von Verkehrsunfällen. Honolulus Bürgermeister will dem nun entgegenwirken. Ab dem 25. Oktober müssen Fußgänger, die mit Blick auf das Smartphone die Straße überqueren, bis zu 99 Dollar Strafe zahlen.

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