RESORTI-Blog Branchennews - Juli 2018

Branchennews #24 – Juli 2018

Unsere Branchennews versammeln interessante Meldungen und Beiträge zu den RESORTI-Themenfeldern Recycling, Umweltschutz und Stadtentwicklung aus Deutschland und der ganzen Welt. Viel Spaß beim Lesen der 24. Ausgabe!

Raum für Räder – Wie kann Infrastruktur fahrradfreundlicher werden?

Die Diskussion um das Thema Fahrradfreundlichkeit und Stadtplanung nimmt in vielen deutschen Kommunen inzwischen einen relativ großen Raum ein. Katharina Peetz berichtet am Beispiel der Situation in Köln mit ihrer Online-Reportage für den Deutschlandfunk und geht der Frage nach, wie eine Großstadt sich der Herausforderung einer fahrradfreundlichen Infrastruktur stellen kann. Dazu gehören zum Beispiel mehr Fahrrad-Abstellmöglichkeiten oder E-Bike-Ladestationen. Lesens- und hörenswerter Beitrag, der auch die Stimmen aller Beteiligten zu Wort kommen lässt.

Upcycling-Einkaufszentrum

In den letzten Jahren machte Schweden in Sachen Recycling weltweit Schlagzeilen mit der Meldung, dass man hierzulande schlichtweg nicht genügend Abfälle produziere, um die eigenen Aufbereitungs- und Verbrennungsanlagen ausreichend auszulasten. Passend dazu hat bei unseren skandinavischen Nachbarn nun mit dem Projekt „ReTuna Återbruksgalleria“ ein sogenanntes Upcycling-Einkaufszentrum eröffnet, das gebrauchte Waren repariert bzw. aufbereitet, um sie wieder zum Verkauf anzubieten. Ganz neu ist die Idee natürlich nicht, denn ähnliche Projekte gibt es zum Beispiel auch in Hamburg, wie das Projekt „InVia“ zeigt.

Städtische Mobilität und öffentlicher Raum: Städteplaner und Mobilitätsexperten arbeiten an einer Zeitenwende

Stephen Moss berichtet für The Guardian und die Online-Ausgabe von derFreitag über die Vision des französischen Verkehrspolitikers Gilles Vesco. Sein Ziel ist es, das Auto als Transportmittel obsolet zu machen: Weniger Schmutz, weniger Lärm, weniger Stress. Kurzum, eine Stadt, in der jeder sich aufgrund einer Vielzahl an entsprechenden alternativen Mobilitätsangeboten wie ÖPNV, Leihräder und Car-Sharing  frei bewegen kann.

#wehatehh – Instagram-Account sammelt die hässlichsten Plätze von Hamburg

Stadtmarketing ist ja stets bemüht, die glanzvollen Seiten urbanen Lebens zu zeigen. Dass hier die Realität – gerade in Großstädten – etwas anders aussieht, dürfte den meisten Besuchern vor Ort auffallen. Der Instagram-Account @wehatehh sammelt unter dem gleichnamigen Hashtag solche ungeschminkten Impressionen wie abgebrannte Mülltonnen oder mit Graffiti beschmierte Hauswände in der Hansestadt Hamburg und zeigt so ein etwas anderes Bild der Elbmetropole:

Sauber durch die Stadt – 10-teilige Artikelserie auf zeit.de

Bereits seit März 2018 widmet sich das Wochenmagazin ZEIT auf seiner Website dem Thema der  Nachhaltigkeit städtischer Verkehrsplanung. In der 10-teiligen Artikelserie “Sauber durch die Stadt” stellen verschiedene Autoren die Probleme und Lösungsansätze von Metropolregionen in ganz Europa vor. Die vorliegenden Artikel zeigen sehr deutlich, dass die Frage einer sauberen und nachhaltigen Verkehrsplanung international zwar viele Gemeinsamkeiten, aber eben auch sehr individuelle Problemstellungen mit sich bringt. Insofern eine sehr lesenswerte Textsammlung, die den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wirft.

US-Amerikaner fotografiert jeden USPS-Briefkasten in Seattle

Der US-Amerikaner David Peterman geht einem eher ungewöhnlichen Hobby nach. Anfang 2017 hat er sich zum Ziel gesetzt, jeden der 346 öffentlichen USPS-Briefkästen Seattles fotografisch zu dokumentieren. Mitte Februar 2018 hat er sein Ziel erreicht. Cara Giaimo berichtet für das Webportal atlasobscura.com, welches Peterman Ende Juni 2018 auch zu einem AMA auf reddit eingeladen hatte (siehe die folgenden Links):

Die Stadt Mainz baut ihre Mainzelmännchen-Ampeln aus

Ende 2016 ehrte die Stadt Mainz einige ihrer wohl berühmtesten Bewohner mit eigenen Ampeln. Im Detail: Die Mainzelmännchen ersetzen die Standard-Ampelmännchen an einem Fußgängerüberweg zwischen Bahnhof und Innenstadt. Vertreten durch den schlauen Det leuchten die Mainzelmännchen inzwischen aber auch auf weiteren Ampeln im Mainzer Stadtgebiet. Natürlich in rot und grün.

Future Forest – Künstlerprojekt in Mexiko macht die Plastikvermüllung bewusst

Aktuell gibt es viele Bestrebungen, die Vermüllung der Erde durch Kunststoffabfälle zu verhindern bzw. einzudämmen. Ein wichtiger Teil davon: Problembewusstsein schaffen. Momentan gibt es in Mexiko-Stadt ein aufsehenerregendes Projekt. Der dänische Künstler Thomas Dambo hat zusammen mit Freiwilligen aus insgesamt drei Tonnen Plastikmüll einen ganzen Wald – “Future Forest” genannt – aufgebaut.

Zur Nachahmung empfohlen! – Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit braucht Wahrnehmungserweiterung im Zusammenwirken. Dem Motto folgt die Ausstellung ZNE! (zur nachahmung empfohlen!) und zeigt künstlerische Praktiken, die zur Erhaltung des Planeten beitragen und ökonomisch rentabel sind. Damit will sie Einfluss auf bewusstes Konsumverhalten nehmen und Grenzen zwischen Kunst, Aktivismus und Erfindungen auflösen. ZNE! tourt durch verschiedene Länder in Europa, Asien oder Südamerika und hat seit April 2018 die 17. Station der Ausstellung in Bonn platziert. Diese wurde nun sogar bis zum 15.07.18 verlängert.

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