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Branchennews #40 – November 2019

Interessante Meldungen und Beiträge zu den RESORTI-Themenfeldern Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz aus Deutschland und der ganzen Welt. Mit dabei sind spannende Beiträge zu Zero-Waste Konzepten, Schadstoffen in unseren Böden und den Folgen des Klimawandels. Viel Spaß mit der 40. Ausgabe unserer Branchennews!

Der Traum von null Müll

In Deutschland betont man gerne die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Recyclingsysteme. Tatsächlich allerdings ist der Weg des selbsternannten Weltmeisters im Mülltrennen hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft noch weit. Max Rauner und Christoph Drösser gehen für die SWR2-Sendung “Wissen” der Frage nach, wie realistisch Zero Waste angesichts neuer Sortieranlagen und gesetzlicher Vorgaben ist. Sprich, was können diese Neuerungen und die daran gekoppelten Recyclingquoten – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussionen – tatsächlich leisten. Sollte man sich definitiv anhören.

Müllreduzierung in Albanien für Europa

In Albanien ist Müll omnipräsent. Da das Land allerdings Mitglied der EU werden möchte, gilt es dieses Problem in den Griff zu bekommen. Michael Graupner berichtet für Deutschlandfunk darüber, wie die Regierung und Teile der Zivilgesellschaft versuchen, auf unterschiedliche Weise das Abfallproblem zu lösen. 

Bäume schützen – Strategien für Städte und Wälder

Brigitte Schulz berichtet für die SWR2-Sendung “Wissen” darüber, wie der Klimawandel Bäumen in Städten und Wäldern zusetzt. Um weiterhin den Bestand zu sichern, suchen Experten nach resistenten Arten, die sowohl lange Trocken- und Hitzeperioden als auch klirrende Kälte ertragen.

Langfristig ist ohne Bäume als Feinstaubfilter, Sauerstoffproduzenten und Schattenspender das Leben in den Städten nicht mehr gut möglich. Dabei können sie der effektivste Schutz gegen den Klimawandel sein; immerhin haben sie laut ETH Zürich die Möglichkeit, bis zu zwei Drittel der von Menschen verursachten CO2-Emissionen aufnehmen. Die Lage ist ernst und deshalb haben Bund und Länder auf dem Nationalen Waldgipfel Ende September finanzielle Hilfe zugesagt.

Petition für Pfand auf Kippenstummel

Eine Gruppe Umweltschützer, die sich “Die Aufheber” nennt, hat eine Petition zur Einführung eines Pfands auf Kippen gestartet. Pro Zigarette soll es ein Pfand von 20 Cent geben. Wird ein Taschenaschenbecher gemeinsam mit der leeren Schachtel zurückgebracht, soll es den Pfand zurückgeben. Der Gedanke, der dahinter steckt, besteht darin, dass etwa 80 Prozent aller Kippenstummel auf der Straße landen. Als Folge gelangen deren Gifte ungefiltert in den Boden. Darüber hinaus schadet die Verschmutzung auch aus ästhetischen Gründen dem Stadtbild. 

Altlasten in der Erde

Lange Zeit wurden Chemikalien unsachgemäß entsorgt. Dies hatte oftmals eine Verunreinigung von Böden und Gewässern zur Folge, zusammengefasst unter dem Begriff Altlasten. Mittlerweile gibt es komplexe Verfahren zur Entgiftung von Böden. Allerdings sind diese meist sehr zeitaufwändig und sehr kostspielig. Christian Sepp berichtet für Bayern 2 in der Sendung Hellmuth Nordwig über das Problem mit den Altlasten in der Erde. 

Wasser – knapp und umkämpft

Verstärkt zeichnet sich ab, dass Wasser zum Luxusgut werden könnte. In São Paulo und Kapstadt war der „Day Zero“ – also dann, wenn kein Wasser aus den Hähnen mehr läuft – schon fast da. Selbst in Europa ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig. Wie kann es also weiter gehen? Die aktuelle deutschen Ausgabe von LE MONDE diplomatique liefert daher Beiträge über die wichtigste Ressource der Welt. 

Metrofahrscheine mit Pfandflaschen bezahlen

Ab sofort besteht in Rom die Möglichkeit, mit leeren Pfandflaschen an der Metrostation seine Fahrkarte zu kaufen. Die Online Plattform URBANSHIT berichtet über diesen Service der ÖPNV in der italienischen Hauptstadt. Anstelle von Bargeld gibt der Pfandautomat im Verhältnis 1:1 Guthaben für Metro-Tickets heraus. Auf diese Weise werden in Rom normale Abläufe eines Stadtbewohners mitgedacht und macht es möglich, vor der Fahrt mit der Metro noch schnell die lästige Aufgabe der Pfandrückgabe zu erledigen.

Auch Getränke aus Pfandflaschen, die Fahrgäste unterwegs getrunken haben und vor Einführung der neuen Pfandautomaten meist im Müll landeten, lassen sich nun sinnvoll für den Kauf der Fahrkarte nutzen und recyceln. In Istanbul gibt es diesen Service bereits seit über einem Jahr. 

Gehackte Verkehrsschilder in Brooklyn

Verkehrsschilder in Brooklyn, die Straßenteilnehmer vor Bauarbeiten einer Hauptverkehrsstraße in Brooklyn warnten, wurden gehackt und tragen nun Botschaften wie “CARS ARE DEATH MACHINES”, “CARS KILL KIDS” oder “CARS MELT GLACIERS”. Wer hinter dieser Aktion steckt, ist unklar. 

Google und der Klimawandel

Unter Hunderten von Gruppen, die das Unternehmen auf seiner Webseite als Nutznießer seiner politischen Spenden aufgeführt hat, befinden sich mehr als ein Dutzend Organisationen , die sich gegen die Klimagesetzgebung ausgesprochen bzw. den Handlungsbedarf in Frage gestellt haben.

 

 

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