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Branchennews #31 – Februar 2019

Interessante Meldungen und Beiträge zu den RESORTI-Themenfeldern Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Stadtplanung aus Deutschland und der ganzen Welt. Mit dabei sind spannende Beiträge zur Bekämpfung von Müllsündern. Außerdem widmen wir uns dem Thema Radfahren im Winter – vorausgesetzt die entsprechende Infrastruktur ist gegeben sowie einer innovativen Möglichkeit der Terrorabwehr. Viel Spaß beim Lesen der 31.  Ausgabe unserer Branchennews!

Umdenken für einen nachhaltigen Kinobetrieb

Wer ins Kino geht, will vor allem eins: Einen schönen Abend haben. Dabei machen sich die meisten wenig Gedanken darüber, was solch ein Kinobesuch für die Ökobilanz bedeutet. Die Diagnose ist verheerend.

Um Kinos dabei zu unterstützen, ihren Betrieb nachhaltiger zu gestalten, wurde „Das Grüne Kinohandbuch“ herausgegeben. Dieser Leitfaden behandelt unter anderem Themen wie den Verzicht von Plastikbehältnissen für Snacks und Getränke, Rabattaktionen für Besucher, die mit dem öffentlichen Nahverkehr ins Kino kommen oder um Solaranlagen. Das Thema Nachhaltigkeit sollte sich aber auch in der Programmauswahl widerspiegeln und auf diese Weise in den Köpfen der Menschen für ein Umdenken sorgen. Thementage mit den Dokumentationen engagierter Filmemacher zum Palmöl-Anbau oder über den Plastikwahnsinn stellen eine gute Möglichkeit dar.

Da für die Umstellung auf einen vollständig nachhaltigen Kinobetrieb oftmals die finanziellen Mittel fehlen, gilt es schrittweise Maßnahmen, die den ökologischen Fußabdruck verkleinern, umzusetzen.

Radfahren im Winter – lediglich eine Frage der Infrastruktur

Genau genommen stellt Kälte an keinem Ort der Welt einen Hinderungsgrund dar, wenn es darum geht, die täglichen Wege auf dem Fahrrad zurückzulegen. Mit der passenden Infrastruktur (inkl. Winterdienst) kann ganz ohne Spezialausrüstung selbst bei Schnee problemlos geradelt werden. Jedoch hapert es in vielen Städten genau daran.

Hier setzt die Winter Cycling Federation an: Sie will Winterstädten auf der ganzen Welt dabei helfen, die Bedingungen für Radler während der kalten Jahreszeit zu optimieren. Eines ihrer Projekte ist der “Winter Bike to Work Day”, der die Menschen der nördlichen Erdhalbkugel jedes Jahr am zweiten Freitag im Februar dazu aufruft, mit dem Rad zur Arbeit – oder natürlich auch zur Schule und zur Uni – zu fahren. Der Aktionstag macht somit darauf aufmerksam, dass auch in der kalten Jahreszeit das Rad das Verkehrsmittel der Wahl sein kann – vorausgesetzt die entsprechende Infrastruktur und ein funktionierender Winterdienst sind gegeben.

Ständiger Bedarf an Absperrpfosten in Köln

Der Bedarf an neuen Absperrpfosten ist in Köln enorm. Der Stadtverwaltung zufolge werden pro Jahr über 7550 neue Pfosten benötigt. Da die Poller feuerverzinkt sowie pulverbeschichtet und somit kein Wegwerfprodukt sind, kommt die Frage auf, wieso ständig Bedarf an neuen Pollern sei.

Erklärungen sind Diebstahl durch Metalldiebe und Beschädigung bei Unfällen sowie als Folge von Vandalismus. Neben dem Ersatz von beschädigten Pollern kommen auch laufend neue Poller-Standorte hinzu. Den Überblick über die tatsächliche Anzahl der vorhandenen Poller hat dabei längst niemand mehr. Im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht hat die Stadt Köln einerseits die Aufgabe, beschädigte und gestohlene Pfosten umgehend zu ersetzen, andererseits gilt es die Anzahl der benötigten Absperrelemente auf das Minimum zu reduzieren – ein Dilemma.

Waste-Watcher gehen gegen Müllsünder vor

Es ist erschreckend, wie viele Menschen achtlos ihren Abfall entsorgen. Folge: Ein verunstaltetes Stadtbild sowie gravierende Schäden für die Umwelt. Die Stadt Hamburg geht seit knapp einem Jahr mit  geschultem Personal, den Waste-Watchern, gegen Müllsünder vor. Besonders häufig werden Zigaretten-Kippen wie selbstverständlich auf dem Boden entsorgt – und das, obwohl Aschenbecher meist nicht weit entfernt sind. Als das Projekt Waste-Watcher gestartet ist, wurden die Müllsünder lediglich verwarnt. Mittlerweile ist ein Verwarngeld fällig. Über die genaue Höhe entscheiden nicht die Waste-Watcher, sondern die zuständige Bußgeldstelle. Etwa 20 Euro kostet es, wenn eine Zigarettenkippe auf dem Gehweg landet. Wer aber erwischt wird und seinen Kippenstummel nicht aufheben und ordnungsgemäß entsorgen will, für den wird es teurer.

Die Waste Watcher werden vor ihrem Einsatz auf der Straße umfassend geschult. Wichtig ist, dass niemand handgreiflich wird, sondern sachlich und ruhig argumentiert. Neben den Waste-Watchern sind in Hamburg noch sogenannte “Kümmerer“ unterwegs. Sie sind dafür verantwortlich, verdreckte Parkbänke, überquellende Papierkörbe oder vermüllte Altglascontainer wieder in Ordnung zu bringen. Zusätzlich gibt es noch eine Smartphone-App, über die Bürgerinnen und Bürger Fotos von Unrat in ihrem Viertel hochladen können. Erste Erfolge durch die tägliche Präsenz der Waste-Watcher sind bereits bemerkbar.

Problem: Wilder Müll

Vielerorts findet sich sogenannter Wilder Müll. Egal, ob Restmüll, Hausmüll, Farben oder Bauschutt – oftmals wird dieser einfach am Straßenrand abgelegt. Die Kosten für die Beseitigung liegen in NRW bei rund 40 Millionen Euro. In Lüdenscheid wurde zur Bekämpfung dieses Problems deshalb die Müllstreife ins Leben gerufen. Ziel: Die Verursacher illegaler Müllentsorgung ausfindig zu machen und hohe Bußgelder zu verhängen.

Ostseestrände: Übersät mit Zigarettenkippen

Unmengen von Müll werden jährlich unsachgemäß auf Straßen und auch in der Natur entsorgt. Besonders häufig werden Zigarettenkippen ohne darüber nachzudenken auf den Boden geworfen. Dies hat zur Folge, dass beispielsweise die Ostseestrände mit Zigarettenstummeln übersät sind – fast ein Zehntel des Mülls an der deutschen Ostseeküste besteht aus weggeworfenen Kippen.

Besonders problematisch ist dabei der Filter, der aus Kunststoff besteht. In der Natur zersetzt er sich nur sehr langsam und reichert sich im Boden und im Wasser an. Tests konnten das Mikroplastik aus den Filtern bereits im ewigen Eis nachweisen. Bisher war für die Entsorgung der achtlos weggeworfenen Zigarettenstummel die öffentlich-rechtliche Abfallwirtschaft verantwortlich und die Kosten hat die Allgemeinheit getragen. Nun wird von den Grünen gefordert, dass die Hersteller sich an den Kosten der Umweltfolgen beteiligen müssen.

Kunststoffmüll und seine Folgen

Plastikabfälle verursachen viele Probleme. Doch was sind eigentlich die gravierendsten Folgen der riesigen Mengen an Kunstoffmüll, die der Mensch produziert? Zunächst einmal: Nur ein Bruchteil des Plastikmülls wird in geeigneten Anlagen verbrannt. Das führt dazu, dass bei der „Entsorgung“ Umweltgifte entstehen. Ein schlimmes Problem wird durch größere Kunststoffteile verursacht, die im Meer herumschwimmen. In diesem verfangen sich vor allem Jungtiere und werden stranguliert. Plastikmüll, den Seevögel als vermeintliche Nahrung zu sich nehmen, sorgt dafür, dass die Teile im Magen verklumpen und nicht mehr ausgeschieden werden können. Folge: Der Hungertod – allerdings mit vollem Magen. Auch Kamele sind davon betroffen, wenn sie Plastiktüten fressen, die ihren Weg in die Wüste finden.

Durch Witterung und Naturgewalten wird Plastikmüll im Laufe der Zeit in immer kleinere Teilchen zersetzt, was dazu führt, dass Phtalate, Flammschutzmittel und anderes mehr freigesetzt wird. Weiterhin binden die Plastikpartikel im Wasser gelöste Insektizide wie DDT oder krebserregende PCB. Über die Nahrung nimmt der Mensch, den von ihm produzierten und anschließend entsorgten Plastikmüll häufig wieder auf. In Speisefischen und Meeresfrüchten, in Milch, Honig und auch in Trinkwasser wurde bereits Mikroplastik nachgewiesen. Manche der Schadstoffe sind als krebserregend bekannt; andere greifen in den Hormonhaushalt ein.

Wie der Sport dem Klima schadet – Die aktuelle Reihe im Deutschlandfunk

Sport wird oftmals als Akteur von Gesellschaft und Politik verstanden. Doch wie sieht es mit dem ökologischen Fußbadruck von Fußball, Formel 1 und Wintersport aus? Der Deutschlandfunk fragt in seiner aktuellen Reihe “Endspiel ums Klima” nach dem Engagement und der Bilanz des Sports beim Klimaschutz.

Denn durch Sportveranstaltungen wird eine Menge Energie benötigt – angefangen vom Stadionbau über den Stadionbesuch bis hin zu großen internationalen Wettkämpfen. So sind beispielsweise an jedem Spieltag knapp eine halbe Million Fußball-Fans unterwegs, um die Spiele ihrer Mannschaften zu verfolgen. Dies beinhaltet teilweise lange Fahrten mit dem Auto zum Stadion und den Konsum von Speisen und Getränken vor Ort. Echtes Umweltbewusstsein ist im Fußballgeschäft Mangelware und somit ist der CO2-Fußabdruck von jedem einzelnen Fußballfan gigantisch. Der Wintersport hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Da Schnee in vielen Regionen bereits Mangelware ist, muss bei der Organisation von Großveranstaltungen mit Schneemaschinen gegen dieses Problem angegangen werden. Doch einige Veranstalter in diesem Segment beschäftigen sich bereits offensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit.

 

Eine ganz besondere Geschenkidee: Die eigene Bank im Park

Der Geburtstag eines Freundes oder Familienmitglieds naht und derjenige besitzt im Grunde genommen schon alles: Eine ganz besondere Geschenkidee muss also her.

So erging es auch Charlene Nederlander, die ihrem Mann James M. Nederlander ein außergewöhnliches Geschenk machen wollte. Denn allein in New York besaß er bereits neun Theater und selbst einen Stern konnte er schon sein Eigen nennen – auf dem Hollywood Walk of Fame. Was er allerdings noch nicht besaß war eine Bank im Central Park und so widmete sie ihrem Mann eine Parkbank mit persönlicher Widmung.

Auch in Deutschland ist es in vielen Parks möglich, Bänke zu erwerben und mit einer individuellen Plakette zu versehen.

 

Bambus als Explosionsschutz

Spätestens seit dem Anschlag auf das World Trade Center im Jahr 2001 steht fest, dass Städte leicht verwundbar sind und vor Terroranschlägen geschützt werden müssen.

Weil allerdings nicht überall Panzersperren und Betonmauern aufgestellt werden können, sind andere Möglichkeiten gesucht. So können Pflanzen bei möglichen Bombenanschlägen den Explosionsdruck abschwächen und so Menschen und Gebäude schützen. Neben der Schutzwirkung würde damit gleichzeitig auch ein positiver Einfluss auf das Stadtklima einhergehen. Aktuell testen Wissenschaftler der Universität der Bundeswehr, wie effektiv ein solcher Explosionsschutz bei Terrorattentaten sein könnte.

 

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