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Branchennews #29 – Dezember 2018

Interessante Meldungen und Beiträge zu den RESORTI-Themenfeldern Nachhaltigkeit, Recycling und Stadtentwicklung aus Deutschland und der ganzen Welt. Unsere aktuellen Branchennews gliedern sich in zwei Haupt-Themenblöcke: die Problematik der schier unglaublichen Berge an Plastikabfall sowie die Zero Waste-Bewegung und Mobilität bzw. das Potential von E-Bikes im urbanen Raum. Auch einen spannenden Beitrag zur Bedeutung der Sitzbank für die soziale Teilhabe in der Stadt halten wir für Sie bereit. Und passend zur Adventszeit gibt es Tipps für den Kauf eines umweltfreundlichen Weihnachtsbaums. Freuen Sie sich auf die 29. Ausgabe unserer Branchennews!

Die Bedeutung der Sitzbank für den öffentlichen Raum

In vielen deutschen Städten mangelt es an Sitzgelegenheiten und damit einhergehend an Plätzen, die der Begegnung von Menschen dienen. Gerade für ältere Menschen hat die Sitzbank eine große Bedeutung. Einfach mal sitzen, das Treiben um sich herum beobachten, den Gedanken nachhängen, mit Freunden ein Schwätzchen halten – auf einer Bank ist all das möglich: Und zwar kostenlos. Zukünftig werden immer mehr Rentnerinnen und Rentner mit wenig Geld auskommen müssen. Für regelmäßige Café-Besuche wird diese Gruppe vermutlich nicht viel Geld übrig haben. Vor diesem Hintergrund bekommt die Sitzbank noch mehr Gewicht in der Debatte um soziale Teilhabe an der Stadt.

Leider sind aufgrund des vermehrt aufkommenden Vandalismus viele Bänke heutzutage so konstruiert, dass entspanntes Sitzen auf diesen nahezu unmöglich ist und es sich somit nicht wirklich um einen Ort der Begegnung handelt. Doch es gibt auch positive Beispiele für den Umgang mit Parkbänken in der Stadt. So startete in Bochum Ende Mai ein neues Literaturprojekt namens Bankgeheimnis. Auf neun öffentlich zugänglichen Bänken werden Hörgeschichten von Bochumer Autoren wie Frank Goosen abgespielt. Und plötzlich wird eine schnöde Bank sogar zum Kulturort. Schöner sitzen geht nicht.

Wissenschaftliches Paper: Plastikmüll sorgt für Treibhausgase

Plastikmüll im Meer stellt nicht nur eine unmittelbare Belastung für die Lebewesen dort dar. Im Wasser produziert der Kunststoff Treibhausgase wie Methan und Ethylen. Bei hundert Millionen Tonnen Plastik pro Jahr kommt dadurch eine Menge zusammen – und auch der Müll an Land setzt weitere Gase frei. Wie stark dieser Beitrag zum Klimawandel tatsächlich ist, wird gegenwärtig untersucht.

Meeresreinigung „Ocean Cleanup“ – bisher ohne Erfolg

Den Ozean vom Plastik befreien – darin besteht das Ziel des Projektes „Ocean Cleanup“. Der Pilotversuch läuft seit September, doch das Plastik lässt sich nicht so leicht einfangen. „Ocean Cleanup“ besteht aktuell aus einem großen 600 Meter langen Rohr, das in einem großen Halbkreis übers Wasser treibt. Unter dem Rohr hängt noch eine Art Schürze drei Meter tief ins Meer, in der sich theoretisch der Müll sammeln soll.

In der Praxis klappt es noch nicht so wie gedacht. Der Motivation des Teams von “Ocean Cleanup” tut dies jedoch keinen Abbruch. Die Crew versucht jetzt, die Anlage zu modifizieren, um bis zum Jahr 2050 die Hälfte des Plastikmülls aus den Ozeanen zu entfernen.

Gesundheitsschädliches Plastik: Deutschland ist Europameister im Produzieren von Plastikmüll

Deutschland ist Europameister – im Produzieren von Plastikmüll! Erschreckend ist in diesem Zusammenhang eine neue Studie des Fraunhofer-Instituts mit dem Titel „Kunststoffe in der Umwelt: Mikro- und Makroplastik“. Hier wird sehr anschaulich beschrieben, dass das Plastik in den Meeren ein großes Problem darstellt. Aber auch in Flüssen und auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen finden sich große Konzentrationen an Mikroplastik.

Die Studie geht davon aus, dass Mikroplastik in allen Umweltbereichen vorhanden ist. Das Fazit: Kunststoffemissionen haben Wirkungen auf Organismen, den Menschen und Ökosysteme, deren Ausmaß sich bisher nicht abschätzen lässt.

Wie viel Plastikmüll produzieren wir in einem Jahr?

Diese Frage stellte sich der Brite Daniel Webb und sammelte ein Jahr lang seinen gesamten Plastikmüll. Das Resultat dokumentierte er und so entstanden bedrückende Fotos. Aus dem gesammelten Plastikmüll kreierte Webb schließlich ein riesiges Gemälde.

Er wollte den Müll nicht einfach entsorgen, da er wusste, dass nur ein kleiner Bruchteil davon recycelt werden würde und damit niemandem gedient wäre. Stattdessen hat er eine Art Mahnmal geschaffen, mit dem das Bewusstsein eines jeden Einzelnen für seinen persönlichen Plastikkonsum geschärft werden soll.

Zero Waste – der Anspruch, ein Leben ohne Müll zu führen

Die Zero Waste Bewegung beweist, dass ein Leben ohne Müll auch heute machbar ist – wenn man bereit ist, sich ein wenig umzustellen. Mit ein paar Tipps lässt sich das Projekt Zero Waste problemlos realisieren. So helfen verpackungsfreie Supermärkte beispielsweise, Müll beim Einkauf zu vermeiden. Teil der Zero Waste Bewegung zu werden lohnt sich, denn ein müllfreies Leben spart Geld und macht Spaß.

Fitness und Stromerzeugung in einem: mit dem Free Electric Bike

Das stromerzeugende Fitnessrad „Free Electric Bike“ von der Initiative „Billions in Change“ will eine stabile Stromversorgung der Menschen in Entwicklungsländern ermöglichen. Durch die Bewegung der Pedale gerät der Turbinengenerator in Bewegung und lädt einen 12-Volt-Akku auf. Die so erzeugte und gespeicherte Energie lässt sich flexibel nutzen. Gleichzeitig wird auf dem Fahrrad natürlich auch die eigene Fitness trainiert.

Wie viel Energie das „Free Electric Bike“ genau produziert, erklärt die Organisation nicht. Die Leistung dürfte aber etwa 200 Watt betragen. Die ersten 25 Prototypen des Fahrrads sind bereits in Indien im Einsatz. Mittlerweile ist das “Free Electric Bike” auch über das Internet erhältlich. Die Kosten betragen zwischen 200 und 250 Euro.

E-Bike Trends 2019

Das E-Bike wird mehr und mehr zur nachhaltigen Mobilitätsalternative. Insbesondere in urbanen und suburbanen Räumen sind sie oftmals Auto-Ersatz und werden im täglichen Dauereinsatz oder auf Reisen intensiv gefordert. 2019 wird es spannende Entwicklungen geben, so dass das Thema für viele noch spannender wird.

Paris fördert den Kauf von E-Bikes

In Frankreich sterben nach EU-Schätzungen jedes Jahr 48.000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat der giftigen Luft den Kampf angesagt. Sie möchte das Auto zugunsten des Fahrrads von den Pariser Straßen verdrängen.

So hat sie eine Art Abwrackprämie für Autos eingeführt. Anders als bei der deutschen Variante gibt es Geld nicht dafür, ein altes Auto zu entsorgen, um sich dann ein neues zu kaufen. Stattdessen wird der Kauf von E-Bikes finanziell gefördert – und zwar sowohl für Privatpersonen als auch für Gewerbe.

Das Potential von Leih-Rädern nutzen für weniger Autos in der Stadt

Viele Menschen sind genervt von den Leih-Rädern, die in den Großstädten Platz wegnehmen. Doch während sich alle darüber beschweren, dass sie es sind, die unsere Städte blockieren und zustellen, geraten die eigentlichen Platzräuber – nämlich Autos – aus dem Blickfeld. Nicht die Leih-Räder, sondern die Massen an Autos sind es, die unsere Innenstädte zuparken, Fahrradwege und Straßenränder blockieren und öffentliche Flächen einnehmen.

Statt sich also über Leih-Räder, die in den Städten Platz einnehmen zu beschweren, sollte Fahrradfahren attraktiver gemacht werden, damit die Räder mehr genutzt werden und nicht größtenteils herumstehen und damit einhergehend weniger Menschen mit dem Auto fahren.

Umweltfreundliche Weihnachtsbäume

Jedes Jahr erfreut sich fast jeder zweite Haushalt in Deutschland an einem Weihnachtsbaum – doch dieser wird meist unter umweltschädlichen Umständen angebaut. Doch es gibt Alternativen zur konventionellen Nordmanntanne.

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