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RESORTI und die ROHSTOFFKRISE

Nicht nur die Verteilung der Impfstoffe ist derzeit hart umkämpft auf dem Weltmarkt. Auch Material und Rohstoffe sind knapp geworden. Logistik-Engpässe und anhaltende Preissprünge zeichnen Industrie, Handwerk und Handel in Europa.
Auch RESORTI ist mit den Folgen der derzeitigen Rohstoffkrise konfrontiert und skizziert die Hintergründe, Zusammenhänge und Entwicklungen einer außergewöhnlichen Situation auf dem Beschaffungsmarkt.

Rohstoffverknappung

Sitzbänke aus Holz, Abfallsysteme aus Kunststoff oder Stadtmobiliar aus Edelstahl – Jeder Produktionsprozess der RESORTI-Range ist auf verfügbare Rohstoffe und ein funktionales Netzwerk intakter Lieferketten angewiesen.

In diesem Jahr unterliegen auch die Herstellungsprozesse unserer Produkte außergewöhnlichen Schwankungen am Weltmarkt. Globale Lieferketten funktionieren nicht wie gewohnt und Rohstoffe sind weltweit knapp geworden. 

In rund der Hälfte aller deutschen Industriebetrieben fehlt es an Materialien und Teilen, wie eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts ergeben hat. In Folge stehen Bänder still, die wirtschaftliche Erholung der Corona-Krise wird ausgebremst und so manches Produkt verteuert sich. So auch bei RESORTI. 

Denn betroffen sind Kunststoffe aller Art, ebenso wie Stahl und Metall. Es fehlt an Holz, an Bindemittel für Farben und Beschichtungen. Sogar Schrauben, Scharniere und Verpackungsmaterial sind derzeit nicht wie gewohnt verfügbar und von exorbitanten Preissprüngen geprägt.

Sogar Schrauben sind heiß begehrt derzeit.

Sogar Schrauben sind heiß begehrt derzeit. (Bild: pixabay)

Preisexplosionen

Den Anfang der Preiserhöhungen machte Stahl. Laut Statistik Austria lag der Großhandelspreisindex von Stahl, Eisen und Betonstahl im März 21 bereits um ein Drittel höher als im Vorjahr. Von Preissteigerungen um bis zu 80% ist mittlerweile die Rede. Auch Kunststoffe aller Art sind extrem knapp und teuer geworden. Die Situation sei außergewöhnlich, sagt Michael Weigelt, Mitglied der Geschäftsführung beim Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie. Durch die Bank fehlen Rohstoffe als Vorprodukte. Der Preis von Styrol hat sich zum Beispiel seit Dezember 2020 mehr als verdoppelt. 

Laut  Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sind auch die Preise für Farben und Lacke um bis zu 50% gestiegen. Auch deutsches Holz und Nachprodukte wie Karton unterliegen einer stärkeren Nachfrage aus dem In- und Ausland. 

Mit Preisaufschlägen um bis zu 30% ist Holz derzeit so teuer wie noch nie.

Doch auch zu diesen hohen Preisen, sind Verfügbarkeiten der Rohstoffe nicht mehr garantiert. Die weltweiten Strukturen von Import und Export haben sich verschoben, Preisspekulationen am Markt befeuern das Problem. 

Doch wie konnte es überhaupt zu dieser Situation kommen?

Covid 19 hat die Welt verändert. Das Virus hat internationale Versorgungs- und Lieferketten innerhalb eines Jahres auf den Kopf gestellt. Die knappen Rohstoffe und Preisexplosionen sind auf komplexe Wechselwirkungen von 

> Transportressourcen,
> Kapazitätsproblemen und
> Nachfrage 

zurückzuführen.

Transportressourcen

ROHSTOFFE sind wertvolle Fracht auf dem Weltmarkt.

ROHSTOFFE sind wertvolle Fracht auf dem Weltmarkt. (Bild: pixabay)

Durch den eingebrochenen Flugverkehr in der Covid-Pandemie sind auch die Frachtkapazitäten für Güter und Rohstoffe stark beschnitten worden. Der Gütertransport wurde großenteils auf die Schifffahrt und den langsamen Transport über die Weltmeere verlagert. Leere Container wurden folglich schnell zur weltweiten Mangelware und Argument für einen extremen Anstieg der Transportkosten.

Gedrosselte Kapazitäten

Auch herabgesetzte Betriebskapazitäten sind ein direkter Verursacher der derzeitigen Probleme.
Betriebe, die Rohstoffe und Materialien produzieren oder weiterverarbeiten, haben zu Beginn der Pandemie coronabedingte Nachfragerückgänge und Markteinbrüche erwartet. 

Ihre Produktion wurde entsprechend gedrosselt, Anlagen wurden zeitaufwendig gewartet, Abläufe verändert. Weniger Mitarbeiter durch neue Arbeitsschutz- und Hygienebestimmungen hemmten die Produktionskapazitäten zusätzlich.

Trotz gestiegener Konjunktur – Die Unsicherheit der Märkte ist geblieben.
Die Betriebe sind vorsichtig geworden und schöpfen ihre Produktionskapazitäten noch nicht voll aus. Die Stahlbranche beispielsweise, hat sich bis heute nicht von ihren massiven Einbrüchen im letzten Jahr erholt.

Zudem haben Produktionsausfälle, die auf höhere Gewalt gründen, Einfluss auf den Weltmarkt genommen. So etwa die Winterstürme in den USA oder der Stau im Suez-Kanal, der Lieferketten zusätzlich unter Druck gesetzt hat.

Wenig Angebot trifft hohe Nachfrage 

Während im Verlauf der Pandemie weniger Vorprodukte verfügbar waren, stieg die Nachfrage schneller und stärker als erwartet. Die Kapazitäten wurden zwar langsam hochgefahren, der Nachfrage aber keinesfalls gerecht. Das lag nicht zuletzt an der schnellen wirtschaftlichen Erholung Chinas und den USA.

Heimisches Holz - Exportiert trotz Lokalbedarf

Heimisches Holz – Exportiert trotz Lokalbedarf (Bild: pixabay)

Da asiatische Länder höhere Rohstoffpreise zahlen, wurden viele bestehende europäische Lieferstrukturen zerstört. Lieferanten berufen sich auf höhere Gewalt um alte Verträge zu kündigen. Trotz des lokalen Bedarfs wird heimisches Holz, Papier und Pappe vorrangig nach Asien importiert. Das verschärft die Probleme am europäischen Markt zunehmend. 

 

Prognose 

Die extreme Dynamik der Beschaffungsmärkte ist das Resultat einer coronabedingten, weltweiten Ausnahmesituation.

Nach derzeitigem Wissensstand von Experten ist eine Entspannung der Situation und eine Erholung der Rohstoffpreise jedoch nicht vor dem 4. Quartal diesen Jahres zu erwarten. Das Preisniveau danach wird jedoch nicht mehr den Stand 2020 erreichen.

Gegenmaßnahmen 

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Rohstoffverknappung appelliert das deutsche Handwerk an Hersteller und Großhändler betreffender Branchen, Preiserhöhungen „verträglich“ weiterzugeben, sie zu begründen und transparent zu machen. Zudem steht eine unabhängige und regionale Rohstoffversorgung im Fokus, die gestärkt und gefestigt werden sollte. Export- und Preisregulationen seitens Bund und Länder werden bereits von Handwerkskammern eingefordert.

Auch alternative Ideen leisten ihren Beitrag zur Eindämmung der Problematik. So etwa die Erforschung und Nutzung alternativer Rohstoffe, wie organisches Verpackungsmaterial. Auch innovative Konzepte, wie „repackt“ regen durch Wiederverwertung von Kartons zu einem nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen an. 

Bemühungen

Um die Preiserhöhungen im RESORTI-Sortiment nachzuvollziehen, müssen wir sie als Teil einer komplexen globalen Kausalitätskette begreifen. RESORTI arbeitet täglich daran, die Belastungen der Krise bestmöglich abzufangen und für Kunden gering zu halten. Trotz aller Unsicherheiten und Bemühungen ist dabei eines gewiss: Der Weltmarkt bleibt in Bewegung. 

 

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