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Tag des Hundes – Leif Kopernik vom VDH e. V. im Interview und Vorstellung der App Dog’s Places

Der 1. Juni ist der Tag des Hundes. Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen e.V.) hat diesen Tag zu Ehren des treuen Vierbeiners ins Leben gerufen. Der Anlass wird mit verschiedenen Aktionen rund zum Thema Hunde ausgiebig gefeiert. Denn seien wir mal ehrlich: Kann man sich die perfekte Familie ohne einen flauschigen Vierbeiner vorstellen?

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Bei insgesamt 5,3 Millionen Hunden in Deutschland hat dieses Haustier in unserer Gesellschaft verschiedene Rollen inne: als bester Freund, Aufpasser, Heiler oder auch als Polizei-, Rettungs- und Blindenhund. Während Hunde laut einer repräsentativen Umfrage des Hamburger Institut Research International in Deutschland ungebrochene Sympathie genießen, kommt der Hundebesitzer meistens weniger gut weg. Besonders das Thema Hundekot bzw. Hundekotbeutelspender ist immer wieder ein Punkt, der zur Sprache kommt. Das Resorti-Team hat sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Pfaden der Vierbeiner auf Spurensuche begeben. Den Anfang macht das Interview mit Leif Kopernik. Der Geschäftsführer des VDH e.V. über die genauen Aktionen am Tag des Hundes, den Gründen für das Ins-Leben-rufen dieses Tages und die Rolle des VDH bei kritischen Themen.

Interview mit Leif Kopernik vom VDH e. V.

Guten Tag, Herr Kopernik. Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für unsere Fragen nehmen. Stellen Sie sich und den VDH e.V. doch bitte unseren Lesern vor und erklären, wann und warum der Tag des Hundes von Ihnen ins Leben gerufen wurde?

Guten Tag. Ich bin der Hauptgeschäftsführer des Verbandes für das Deutsche Hundewesen. Der VDH ist die führende Interessenvertretung aller Hundehalter in Deutschland – die erste Adresse rund um das Leben mit Hund, den Hundesport und die Hundezucht. Als Dachorganisation für 175 Mitgliedsvereine repräsentiert der VDH heute mehr als 650.000 Mitglieder.

Der VDH hat den Tag des Hundes 2010 ins Leben gerufen. Mit diesem Aktionstag möchten wir die besondere Rolle des Hundes für unsere Gesellschaft feiern. Bundesweit werden an einem Aktionswochenende vielfältige Aktivitäten rund um den Hund durchgeführt.

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Welche Veranstaltungen finden genau und vor allem wo statt? Was ist deren Ziel?

Wir haben am Aktionswochenende 31. Mai/1. Juni über 350 Veranstaltungen in ganz Deutschland. Ob auf Hundeplätzen oder in Parks – überall finden Events statt, bei denen Hunde die Hauptrolle spielen. Dies können z.B. organisierte Spaziergänge, ein Tag der offenen Tür, Sportturniere, Hundeausstellungen oder Vorführungen von Diensthunden sein. In diesem Jahr nehmen auch zahlreiche Tierarztpraxen teil, so gibt es z.B. in SmartVet-Praxen eine Rabattaktion auf alle Hundebehandlungen. Jeder kann mitmachen, ob mit oder ohne Hund. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen gibt es auf: tag-des-hundes.de (siehe weiterführende Links unten).

Am 1. Juni wird die besondere Rolle des Hundes für unsere Gesellschaft gefeiert. Welche Rolle hat Ihrer Meinung nach der treue Vierbeiner in unserer Gesellschaft?

Hunde genießen in Deutschland große Sympathie. Sie haben eine wichtige soziale Bedeutung und verbessern die Lebensqualität des Menschen erheblich. Als Teil der Familie bereichern Hunde den Alltag und sorgen für eine aktive Freizeitgestaltung. Sie unterstützen den Menschen z.B. als Blinden-, Rettungs- und Spürhunde, aber auch als Diensthunde und Jagdgehilfen. Heute leben 10 Millionen Deutsche mit einem Hund im Haushalt. Er zählt damit zu den beliebtesten Heimtieren.

Jana Ina Zarella - www.tag-des-hundes.de (c) Nadine Dilly

Die Moderatorin Jana Ina Zarrella ist dieses Jahr Botschafterin des Hundes. Anlässlich des Tags des Hundes wird jedes Jahr ein Botschafter des Hundes ernannt. Welche Rolle übernimmt er, und was zeichnet die diesjährige Botschafterin aus?

Als „Botschafterin des Hundes“ wird 2014 Jana Ina Zarrella geehrt, da sie sich durch eine außerordentlich positive Einstellung zum Leben mit dem Hund und Hunden im Allgemeinen auszeichnet. Sie ist damit auch die Schirmherrin des Tag des Hundes und unterstützt uns. Jana Ina Zarrella folgt damit Cornelia Poletto (2013), Ralph Herforth (2012), Erol Sander (2011) und Nina Ruge (2010).

Welche Vorurteile gegenüber dem Thema Hund begegnen Ihnen immer wieder? Was ist Ihre Antwort darauf?

Die Verschmutzung durch Hundekot und die Lärmbelästigung sind sicherlich die häufigsten Vorurteile, die es gegenüber Hunden gibt. Hier sind die Hundehalter gefordert, durch entsprechende Rücksichtnahme, besonders im städtischen Umfeld, für ein sozialverträgliches Miteinander zu sorgen. Dazu gehört auch eine fundierte Basiserziehung der Hunde. Im Gegenzug muss es aber auch ermöglicht werden, dass Hunde in unserer Gesellschaft, die durch zunehmende Naturentfremdung gekennzeichnet ist, artgerecht gehalten werden können (durch ausreichende Auslaufflächen etc.).

Hundekotbeutelspender Köln - www.resorti.de (c) Nadine Kolzem 2014

Wie Sie bereits erwähnten, ist Hundekot immer wieder ein Thema, das verschiedenen Orts übel aufstößt. Zum einen gibt es jene Hundebesitzer, die stets ihre Tütchen mitnehmen und diese auch benutzen. Es gibt aber auch jene, die den Unrat liegenlassen, mit der Aussage, dass kein Hundekotbeutelspender in der Nähe ist und es kein Gesetz gib, dass man den Hundekot entfernen muss. Überdies beschweren sich dann noch Anwohner über die liegengelassenen Hinterlassenschaften und verweisen auf das Bußgeld von 35 € bis 500 €.

Die Zahl der Hundehalter, die den Hundekot nicht entfernen, ist rückläufig. Der Großteil handelt verantwortungsbewusst. Wir begrüßen es, wenn die Städte und Kommunen dies durch das Aufstellen von Beutelspendern unterstützen. Die Verantwortung liegt aber letztlich beim Hundehalter. Bei unseren Messen verteilen wir in großer Zahl kostenlose Kotbeutel an die Hundeaussteller, die dieses Angebot sehr gut annehmen.

In welcher Rolle sieht sich der VDH e.V. bei solchen Themen?

Der VDH nimmt hier eine Vermittlerposition ein. Wir klären auf und informieren, um Vorurteile gegenüber Hunden abzubauen. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit Vertretern aus Politik und den Medien, aber auch anderen Verbänden. Auf der anderen Seite sensibilisieren wir unsere Mitglieder für bestimmte Themen und legen großen Wert auf die Sozialverträglichkeit der Hunde. Hier haben wir Angebote wie den VDH-Hundeführerschein geschaffen. Das Ziel ist ein harmonisches Miteinander von Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern.

Vielen Dank für das Interview Herr Kopernik :).

Helfer auf vier Pfoten - www.tag-des-hundes.de (c) O.Heil

Hundefreundliche App: Dog’s Places

Auf Suche nach anderen Themen rund zum Hund und auch dem Streitpunkt Hundekotbeutelspender hat das Resorti-Team folgende App entdeckt: Dog’s Places. Wie der Name vielleicht schon verrät, ist Dog’s Places eine Art interaktiver Stadtplan für Hundefreunde. Diese kostenlose App für iPhone & Android zeigt alle Plätze für Vierbeiner über die Ortungsfunktion des Smartphones bzw. Tablets an. Aus acht verschiedenen Hauptkategorien, wie Gassi gehen, Tiermedizin, Betreuung + Pflege oder auch Hundekotbeutelspender, werden die nächstgelegenen Orte als Symbol auf der Karte angezeigt. Nutzer können die Einträge bewerten, kommentieren und eigene Lieblingsorte hinzufügen – so entsteht durch die User ein Erfahrungsnetzwerk. Neue Orte werden mit einem einfachen Klick angelegt.

DogsPlaces Smartphone+Hund - www.dogsplaces.de

Die Informationen auf Dog’s Places werden durch ständige Kontrolle möglichst aktuell gehalten. Auch neue Einträge werden, bevor sie online gehen, verifiziert. Das Beste ist aber: die App ist vollkommen kostenlos. Sie wurde von der Hamburger Agentur melting elements rund um die Agenturinhaber Tino Schulze und Steffen Kneist programmiert. “Dog’s Places ist für melting elements ein Projekt, bei dem wir App-Design, Programmierung und Marketing ausprobieren“ so Tino Schulze. Die App soll dauerhaft werbefrei bleiben.

Screenshot Dog's Places App - www.dogsplaces.de

Natürlich sollte ein solcher Leckerbissen auch in der freien Wildbahn einmal ausprobiert werden. Also App auf dem iPad installiert, Hund angeleint und los geht es. Durch die Ortungsfunktion werden einem sofort alle eingetragenen Orte in der Nähe angezeigt. Möchte man sich nur bestimmte Orte anzeigen lassen, kann über die Navigation linker Hand die gewünschte Kategorie ausgewählt werden. Klickt man auf das angezeigte Symbol der Karte, erhält man Informationen zum jeweiligen Ort.

Screenshot Detailinformationen App Dog's Places - www.dogsplaces.de

Den Praxis-Test haben wir natürlich in der Kategorie Hundekotbeutelspender durchgeführt. Von drei ausgewählten Orten wurden aber nur an einer Stelle fündig. In der Beschreibung ist zwar die Adresse vermerkt, aber auf die genaue Suche solcher Installationen muss man sich dann dennoch begeben.

Nichtsdestotrotz ist die Idee hinter der App, einen interaktiven Stadtplan für Hundefreunde zu schaffen, genial. Denn welcher Hundebesitzer hat sich nicht schon einmal gefragt, wo in einer fremden Stadt das nächstgelegene hundefreundliche Restaurant ist. Dank Dog’s Places ist dies kein Problem mehr.

Weitere Informationen zum Thema Tag des Hundes, VDH e.V. & die App Dog’s Places

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