Sitzbänke weltweit - RESORTI-Blog

Bänke weltweit #18: Sitzbank in Lucca, Italien

Für die achtzehnte Ausgabe unserer „Bänke weltweit“-Reihe begeben wir uns nach Bella Italia, um genau zu sein in die malerische Toskana.

Diese italienische Region ist prädestiniert für eine Kulturreise und so sollte definitiv auch in Lucca, der Stadt des berühmten Komponisten Giacomo Puccini (1858-1924), ein Besuch erfolgen.

Und eben in dieser kulturhistorisch bedeutenden Stadt befindet sich die Bank unserer achtzehnten Ausgabe „Bänke weltweit“.

Lucca und der Glanz vergangener Zeiten

Einst handelte es sich bei Lucca um eines der mächtigen Zentren der Toskana. Die antiken Wurzeln von Lucca gehen bis in die vorrömische Zeit der Etrusker ins 8. Jahrhundert vor Christus zurück.

Ab dem 3. Jahrhundert vor Christus bis ins Mittelalter entstand die Stadtmauer, die in mehreren Kreisen errichtet wurde und den antiken Stadtkern umfasst. Ihre frühere Bedeutung verdankt die Stadt Lucca unter anderem der Lage an der Via Franchigena, einem Handels- und Pilgerweg, der aus Frankreich nach Rom führte.

Und auch heute erstrahlt Lucca noch im Glanz vergangener Zeiten. Dieser zeigt sich vor allem auf den alten Plätzen im Zentrum von Lucca: Prächtige Sakralbauten wie die Kathedrale San Martino und die San Michele in Foro, sind ebenso bezeichnend für die Stadt wie der berühmte Piazza dell’ Anfiteatro, bei dem es sich in der Antike um ein Amphitheater gehandelt hat. Heute ist die Piazza mit ihren Geschäften und Cafés zentraler Treffpunkt und lebendiger Mittelpunkt der Stadt.

Bei einem Rundgang zu den vielen Sehenswürdigkeiten von Lucca empfehlen wir Ihnen gelegentlich ein wenig auf der alten Wallmauer zu flanieren, um immer wieder malerische Ausblicke auf die Stadt zu genießen.

Sitzbank in Lucca - RESORTI-Blog

Sitzbank mit Blick auf das Puccini Museum in Italien – RESORTI

Da die Besichtigung einer Stadt bisweilen ganz schön anstrengend sein kann, möchten wir Ihnen neben den verschiedenen Sitzbänken in Lucca auch die alte Wallmauer für eine kleine Siesta ans Herz legen. Dort lässt sich hervorragend in der Sonne entspannen, um dann mit frischen Kräften den Aufstieg des Torre Giunigi in Angriff zu nehmen.

Von hier aus können Sie die Paläste und Kirchen von oben bestaunen und einen ganz besonderen Blick auf die toskanische Stadt bekommen. Über die Dächer und Türme hinweg schaut man auf die Hügel der Lucchesia und die sich in der Ferne erhebenden Gebirgszüge der Garfagnana im Norden sowie die Pisaner Berge im Süden.

Doch der Norden Italiens und somit auch Lucca ist nicht nur für seine Kunst- und Kulturschätze und seine malerische Landschaft bekannt, sondern auch für die Aperitivo-Tradition.

Als aperitivo wird die Tradition bezeichnet, sich gegen Abend mit Freunden in einer Bar zu treffen, um einen Drink einzunehmen. Die Getränkepreise liegen hier in vielen Bars zwar etwas höher, doch dies inkludiert ein mitunter sehr reichhaltiges und hochklassiges Buffet.

Bei mehrfacher Selbstbedienung empfehlen wir Ihnen jedoch, mehr als ein einziges Getränk zu konsumieren, um nicht dem Bild des deutschen Pauschaltouristen zu entsprechen.

Giacomo Puccini – musikalisches Genie und Lebemann

Ein Name, der stets im Zusammenhang mit Lucca fällt, ist der eines berühmten Komponisten: Giacomo Puccini.

Er wurde am 22. Dezember 1858 in einem Haus in der Corte S. Lorenzo geboren, in dem sich heute das Puccini Museum befindet. Am 29. November 1924 starb er in Folge eines Krebsleidens.

In seinen Kompositionen nahm er so gut wie keine Rücksichten auf die Zeitläufe und gängigen Stilvorstellungen und schuf atmosphärische Opern. Mit Werken von Weltrang wie La Bohme, Tosca und Madame Butterfly hat er sich unsterblich gemacht.

Doch Puccini war nicht nur ein empfindsamer Künstler und ein musikalisches Genie, sondern auch ein Lebemann. Als testosterongesteuerter Frauenaufreißer war Puccini immer auf der Jagd nach schönen Damen.

Da wundert es nicht, dass die matronenhafte Gattin Elvira nahezu verzweifelt eifersüchtig war. Für Puccini waren Frauen letztlich einzig Mittel zum Zweck.

Seine wahren Geliebten scheinen die Protagonistinnen seiner Opern gewesen sein – Mimi aus La Bohème oder Tosca aus der gleichnamigen Oper oder Cio-Cio-San aus Madame Butterfly. Um sie habe er geweint, wenn er ihnen Arien schrieb.

Daniel Bertmann RESORTIDaniel Bertmann, Geschäftsführer von RESORTI:
Auf der ganzen Welt gibt es Bänke an besonderen Orten, die eine fantastische Aussicht oder eine besondere Geschichte haben. In unserer stetig wachsenden Serie Bänke weltweit stellen wir sie Ihnen vor.

Kulturelle Pause auf der Bank am Puccini Museum

Wenn Sie nun den historischen Stadtkern Luccas, die Sakralbauten und die malerischen Plätze erkundet haben, bietet sich ein Besuch im Puccini Museum an, um auf den Spuren des großen Komponisten zu wandeln.

Im Geburtshaus Puccinis, in dem er seine Kindheit und frühe Jugend verbrachte und ersten Musikunterricht erhielt, wurde 1979 ein Museum eingerichtet. Dieses bietet Ihnen die Gelegenheit, sich eingehend mit seiner Persönlichkeit, seinen Leidenschaften und seinem Genie zu beschäftigen.

Hier finden sich Erinnerungen an unvergessliche Momente der Karriere Puccinis, Ehrerweisungen, Handschriften jugendlicher Kompositionen, die Korrespondenz mit der Familie, der Flügel, auf dem er an der unvollendeten Oper Turandot gearbeitet hat.

Bewegend sind die fragmentarischen Zettel, die Puccini in den Tagen vor seinem Tod verfasst hat. In seinem Krankenhausbett in Brüssel, am Hals operiert, nicht mehr in der Lage zu sprechen, schrieb er unter anderem folgende Worte auf: „Elvira, arme Frau, zu Ende“. Anhand dieses Zettels lässt sich viel über das Wesen Giacomos Puccinis sagen: Ein regelrecht zerrissener Mann, dessen Gefühle sich immer besser in der Musik als im täglichen Leben ausgedrückt haben.

Nach dem Besuch des Museums lädt die gezeigte Sitzbank dazu ein, sich dort niederzulassen und die Eindrücke im Nachgang auf sich wirken zu lassen. Lehnen Sie sich zurück und begeben Sie sich gedanklich in ein Lucca vor mehr als 150 Jahren, in dem Puccini, wenn er nicht gerade dem Dolce Vita frönte, Opern von Weltrang schuf.

Einen Tipp haben wir noch für Sie: Nehmen Sie Kopfhören mit und lauschen Sie auf dieser Bank mit Blick auf das Geburtshaus Puccinis den Klängen aus La Bohme, Tosca oder Madame Butterfly

Weitere Informationen zu Lucca und ihrem berühmter Sohn Puccini

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